Martin Wandeler stellt seinen Betrieb vor. (V.r.n.l.) Martin Wandeler, Sonja Rüegg, Elena Achermann-Marcuzzi und Franziska Schnell. (Bilder & Bericht Josef Kottmann)

Bericht in der BauernZeitung Zentralschweiz:

Im Schweinemaststall von Martin Wandeler, Gunzwil, fand die Vernissage „Himmelskörper“ der Künstlerin Elena Achermann-Marcuzzi statt.

Dass ein professioneller Schweinemäster seinen Maststall für eine Vernissage öffnet, ist nicht alltäglich. Doch Martin Wandeler und die Albert Köchlin Stiftung machten dies möglich und eine Hundertschaft kunterbunter Interessierter erschien zur Vernissage. Franziska Schnell und Sonja Rüegg organisierten in Zusammenarbeit mit Elena Achermann-Marcuzzi und im Einverständnis von Martin Wandeler die Installation der 39 bunten Himmelskörper über den Bierschweinen und die Vernissage vor und im Schweinemaststall. Bauer Martin Wandeler stellte seinen 25 ha Ackerbaubetrieb mit Getreide- und Rapsanbau vor, bei dem die Öko- und Blumenwiesen ebenfalls nicht fehlen dürfen, wie er betonte. Der Maststall mit ganzjährigem Auslauf entspricht den strengen Normen eines CNf-Maststalles mit eingestreuten Buchten. Das Spezielle auf dem Hof sind bekanntlich die Bierschweine, welche in drei Fütterungen täglich rund 10 Liter Bierhefe in Suppenform erhalten. Als Ausgleich wird die eiweissreiche Bierhefe fachgerecht ergänzt mit Hochenergiefutter und Schottenkonzentrat. Das geschützte „Bierschwein vom Wandelerhof Gunzwil“ wird hautsächlich von der Metzgerei Angst AG in Zürich vermarktet und geht in gehobene Gastronomie- und Hotelbetriebe wie beispielsweise Dolder, Mövenpick und neuestens auch in die Fluggesellschaft Edelweiss.

Die Anwesenden hörten die mit viel Humor gespickte Laudatio vom Berner Oberländer Künstler und Autor Heinrich Gartentor, erkundeten den Maststall, lobten die vorzügliche Haltung und die gute Luft im Stall, begutachteten die installierten Himmelskörper und verspeistem mit sichtlichem Genuss den servierten Speck von Bierschweinen. Alles in allem ein gelungener Anlass. „Das war Imagepflege vom Feinsten, vorzüglich für Schweinehaltung und die Landwirtschaft im Allgemeinen“, lobte Stefan Furrer, ein Besucher aus der Nachbarschaft.

Vernissage Wandelerhof

Eine Galaxie voller Sehnsucht die uns die Künstlerin Elena Achermann-Marcuzzi mit ihrer Installation “Himmelskörper” auf dem Wandelerhof eröffnet. Sie lässt Vernissagebesucher und Schweine eintauchen und teilhaben an ihren Sehnsüchten.
Die Himmelskörper haben keinen Anfang und kein Ende. Sie drehen sich mal schneller, mal langsamer, sind nie genau fassbar. Genau so, wie die Künstlerin selbst ihre Sehnsucht erlebt. Denn manchmal ist diese Sehnsucht ganz schwach und oft ganz stark. Ihre Sehnsüchte bleiben unfassbar, denn das Erreichen des ‘Etwas’ findet nie statt – und das ist ihr Glück. Die Sehnsucht hält ewig an.
Ob die Schweine die Himmelskörper wahrnehmen? Der Gastgeber und Landwirt Martin Wandeler ist überzeugt. Denn kaum schwebten die Himmelskörper über den Schweinen, ertönte im ganzen Schweinestall ein regelmässiges schnarchen, wie im Chor.

Die Installation kann bis Anfang Juni besichtigt werden - nach Absprache. Tel. 079 641 22 50 (M. Wandeler)

Fotos: Vera Leisibach

Über der Grundlosigkeit der Sehnsucht

Sie sind klug wie Delphine, zart und ausdauernd in der Liebe und sensibel genug, um es nicht mit jeder und jedem zu treiben. Sie sind verspielt und genusssüchtig, frech und anhänglich, gute Läufer, ausgezeichnete Schwimmer und wären des Menschen bester Freund, erschräke dieser nicht vor seiner Ähnlichkeit mit dem sprachgewandten Borstentier. Cora Stephan

Ein Kunstprojekt von Sonja Rüegg und Franziska Schnell im Rahmen des Kulturprojekts «Sehnsucht» der Albert Köchlin Stiftung.

Mitwirkende Künstler: Elena Achermann-Marcuzzi, Rambert Bellmann,

Vera Leisibach, Ruth Levap Zehnder, Marc-André Wermelinger

Ausstellungsorte: Uelihof St. Niklausen, Hof Ronmühle Schötz, Wandelerhof Gunzwil, Tierschutzstelle Felsentor Vitznau, Neualp Eigenthal

Kanton Luzern, 2016

Himmelskörper von Elena Achermann Marcuzzi

Vernissage 7.Mai 2016 auf dem Wandelerhof in Gunzwil

Der Kluge ist der, welchen die scheinbare Stabilität nicht täuscht und der noch dazu die Richtung, welche der Wechsel zunächst nehmen wird, vorhersieht. Arthur Schopenhauer

Die malerische Installation «Himmelskörper» der Hochdorfer Künstlerin Elena Achermann-Marcuzzi schafft eine Atmosphäre von hoffnungsvoller Sehnsucht bei den Bierschweinen auf dem Wandelerhof.

Die Himmelskörper haben keinen Anfang und kein Ende. Sie drehen sich mal schneller, mal langsamer, sind nie genau fassbar. Genau so, wie die Künstlerin selbst ihre Sehnsucht erlebt. Denn manchmal ist diese Sehnsucht ganz schwach und oft ganz stark. Ihre Sehnsüchte bleiben unfassbar, denn das Erreichen des 'Etwas' findet nie statt – und das ist ihr Glück. Die Sehnsucht hält ewig an.

Die für die Installation verwendeten Kunststoffhohlkörper werden normalerweise im Betonbau eingesetzt und sorgen trotz Entlastung der tragenden Elemente für Stabilität. Stabilität ist es auch, was der Künstlerin Elena Achermann-Marcuzzi die Sehnsucht gibt. Sie ermöglicht ihr, dem oft öden und routinemässigen Alltag nicht den wichtigsten Stellenwert zu geben. Es gibt ihr das Gefühl, dass es hinter dem Horizont noch ganz vieles zu entdecken gibt. Mit «Himmelskörper» möchte Elena Achermann-Marcuzzi dieses Gefühl auch in den Schweinen wecken.

Laudatio: Heinrich Gartentor, Künstler, Autor und Wetterbeobachter, Horrenbach BE

Besichtigung möglich nach Absprache, bis 21.5.2016.

Tel. 079 641 22 50

Vom Suchen und Sehnen - zum Himmel für die Sau

Zum Projekt über der Grundlosigkeit der Sehnsucht.

Wussten Sie, dass im Kanton Luzern mehr Schweine leben als Menschen? Umso erstaunlicher, wie selten wir ihnen begegnen, sie sind praktisch unsichtbar. Es ist das Schicksal der meisten Schweine: Sie können keine frische Erde riechen, keine Sonnenstrahlen spüren, geschweige denn den Himmel sehen.

Mit dem Kunstprojekt «Über der Grundlosigkeit der Sehnsucht» wollen wir die Schweinestalltüren öffnen, den Schweinen den Himmel in den Stall bringen und Sie, geschätzte Gäste einladen, Bekanntschaft zu machen mit diesen bemerkenswerten Kantonsmitbewohnern.

Wir möchten betonen, dass die Schweine, welche beim Kunstprojekt «über der Grundlosigkeit der Sehnsucht» dabei sind, artgerecht gehalten werden. Ihre Besitzer sind innovative Landwirte mit ökologisch geführten Betrieben. Ihre Schweine wissen, wie sich Sonnenstrahlen anfühlen und wann sie sich in den Schatten legen müssen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Sie wissen wie Erde riecht und dass sie darin Wurzeln, Knollen und Maden finden. Nur den Himmel, den können auch sie nicht sehen. Denn Schweine können Aufgrund ihrer Anatomie den Blick nicht zum Himmel richten.

Mit Hilfe der Kunst möchten wir das ändern.

Fünf ortsspezifische Interventionen sollen den Schweinen den Blick zum Himmel ermöglichen. Der Anblick des Himmels weckt Sehnsucht nach Freiheit, nach Schönheit, nach dem Geheimnisvollen. Diese Sehnsucht wollen wir im Schwein wecken.

Das Resultat sind fünf Arbeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allen gemein ist, dass sie primär für die Schweine entstanden sind und deshalb zwingend aus dem üblichen Raum der Kunst heraustreten, quasi aus dem white-cube in das vermeintliche Gegenteil: den Schweinestall.

Beim Beobachten der Schweine und durch die Gespräche mit den Landwirten änderte sich unsere Einstellung den Tieren gegenüber. Das Schwein ist für uns nicht mehr nur Fleischlieferant, Namensgeber für Schimpfwörter oder Glücksbringer. Seltsam berührt stellten wir unsere Ähnlichkeit mit diesem geselligen und neugierigen Borstentier fest. Wie für uns Menschen sind auch für die Schweine Tageslicht, Bewegung und soziales Miteinander lebenswichtig.

So können wir Winston Churchills Zitat nur bestätigen:

«Ich mag Schweine, Hunde schauen zu uns auf, Katzen auf uns herab. Schweine begegnen uns auf Augenhöhe.»

Ein herzliches Dankeschön den Bäuerinnen und Bauern für ihre Offenheit und ihren Mut, sich auf dieses Projekt einzulassen. Den Künstlerinnen und Künstler danken wir für ihr Engagement und ihre subtilen und ortsspezifischen Interventionen für 'ihre' Schweine.

Auch den fünf Laudatorinnen und Laudatoren, die sich spontan bereit erklärt haben, ihre Gedanken zum Thema der Sehnsucht an das geschätzte Vernissage-Publikum zu richten, gebührt ein grosser Dank.

Das ganze Projekt konnte nur dank der Förderung der Albert Köchlin Stiftung realisiert werden - Vielen Dank für das Vertrauen und die grosszügige Unterstützung!

Sonja Rüegg und Franziska Schnell

Veranstaltungsübersicht

7. Mai 2016, 14H

«Himmelskörper» von Elena Achermann-Marcuzzi auf dem Wandelerhof in Gunzwil

Anschliessend an die Vernissage findet ein Apèro mit der sensationellen volksmusikalischen Unterhaltung des Trio 'Cheschtli-Höckeler' aus Rickenbach (Beromünster). Die Mitglieder der Formation - Claudia, Yvonne und Ruedi, bekannt für Ihre Offenheit und Spontanität erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Martin Wandeler und Elena Achermann-Marcuzzi freuen sich auf zahlreiche Gäste.

"Medienspiegel in der Luzerner Zeitung vom 29.12.15"

Medienspiegel in der Luzerner Zeitung vom 29.12.15

Bericht in Tele 1 über das Bierschwein vom Wandelerhof.

Der Bericht wurde am 28. Januar 2016 erstmalig ausgestrahlt.

Olma St. Gallen 2014

Ich freue mich sehr, mit dem Wanderlerhof an der OLMA 2014 im Rahmen der Sonderausstellung
des Gastkantons dabei zu sein und das Angebot zu bereichern.

Der Gastauftritt des Kantons Luzern an der OLMA 2014 findet unter dem Motto rüüdig guet! Lozärn
statt und beinhaltet folgende Teile:

Sonderausstellung in der Halle 9.1.2. mit „Reisebus“ in dem der Kanton Luzern auf einer
Rundfahrt hautnah erlebt werden kann, mit dem kulinarischen Teil sowie Tourismus und
Wirtschaft.

- Festumzug durch die St. Galler Innenstadt am Tag des Gastkantons, Sa 11. Oktober 2014.
- Luzerner Tierausstellung mit Züchterbar
- Luzerner Spezialitäten im Angebot des Messe-Restaurants

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Ihr Martin Wandeler

 

Bierschweine vom TV-Bauern

Medienmitteilung vom 15. Januar 2014 – Fleisch und Feinkost

echt – Ausgabe 3 / 2013

Schwein gehabt!

Reportage Parkhotel Vitznau 03.07.2013

Im Restaurant Prisma sorgen Küchendirektor Christian Nickel und im Restaurant Focus – Head Chef Nenad Mlinarevic dafür, dass keine kulinarischen Wünsche offen bleiben. Im Restaurant Prisma mit 15 Gault Millau Punkten wird das Bierschwein vom Wandelerhof Gunzwil wiederholt auf die Speisekarte genommen. Serviert wird eine Schweinebauch mit Shitakimarmelade, Soja- und Passionsfruchtsauce. Gäste sind von dieser Speise durchweg sehr begeistert erzählt Christian Nickel. Die Qualität vom Bierschwein ist ausgezeichnet und das Fleisch äusserst zart. Das Fleisch vom Wandelerhof stammt aus der Zentralschweiz. Die Tiere werden ohne Antibiotika oder gentechnisch veränderte Organismen gefüttert.

Wer einen Besuch im Restaurant Focus plant, wird von Head Chef Nenad Mlinarevic mit einem kulinarischen und speziellem Erlebnis verwöhnt. Freunde der gehobenen Küche können hier ein 15-Gang Degustationsmenü geniessen, bei dem die Delikatesse „Spanferkel + Senf“ erfolgreich als erste von 3 Hauptgängen serviert wird. Nenad erzählt, dass es sogar Gäste gibt, die diesen Gang gleich 2 x bestellen. Mittlerweile sind auch die weiblichen Gäste auf den Geschmack des Bierschweins gekommen. Wer meint, dass das Fleisch nach Bier schmeckt, der irrt sich. Die Schweine erhalten bei der Fütterung Bierhefe und Biergeläger. Dadurch erhält das Fleisch eine bessere Konsistenz, ist schmackhafter und bleibt saftiger. Das Fleisch wird nur leicht gewürzt, damit der Geschmack vom Fleisch nicht verfälscht wird, erzählt Head Chef Nenad Mlinarevic. Wer der Meinung ist, dass Schweinefleisch nichts auf einer Speisekarte in einem Gourmetrestaurant zu suchen hat, der täuscht sich.
Mittlerweile haben Sterneköche wie Joachim Wissler – 3 Sterne Koch im Restaurant Vendôme, Deutschland, das Schweinefleisch auf ihrer Speisekarte.